Schule Niederwil

 

Pädagogische Konzepte

SOLE Baum

Die Primarschule Niederwil sieht die Heterogenität der einzelnen Kinder als Chance. Wir nutzen die Unterschiede, um eine anregende Lernatmosphäre zu schaffen. Wir achten auf einen Unterricht, welcher die Fähigkeiten und Begabungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt, respektiert und fördert.

Dabei stehen eigenverantwortliches Lernen, gemeinschaftsbildende und individualisierende Lehr- und Lernmethoden (wie Planarbeit, Werkstattunterricht und Projekte) im Zentrum.

Im Sinne von ganzheitlichem Unterricht und Lernen werden Sozialkompetenzen ebenso gefördert und gewichtet wie Sach- und Fachkompetenzen.

Die pädagogische Ausrichtung und die Haltungen an der Primarschule Niederwil lassen sich am besten anhand der beiden pädagogischen Grundkonzepte „Integrative Schulung“ und „AdL“ (altersdurchmischtes Lernen) zeigen.

Integrative Schulung

„Es ist normal, verschieden zu sein“

„Die Heterogenität der Schule – verstanden als Verschiedenartigkeit der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf Sprache, soziale und kulturelle Herkunft, Geschlecht, Alter, Behinderung, Begabung, Leistungsvermögen, usw. – ist eine Realität.“ (Einleitung aus der Handreichung der integrativen Schulung –Teil 1).

Die vom Kanton Aargau in Auftrag gegebenen Studien zu Integrationsfragen decken sich weitgehend mit den Resultaten der internationalen Forschung.

Diese Studien haben belegt, dass Integrative Schulung Vorteile bringt:

  • Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten machen eindeutig grössere Lernfortschritte.
  • Besonders begabte Kinder profitieren von anspruchsvollen Aufgabenstellungen im individualisierten Unterricht.
  • Alle Schülerinnen und Schüler können ihr Leistungspotenzial besser ausschöpfen und entwickeln in heterogenen Lerngruppen zudem deutlich höhere soziale Fähigkeiten.

Mittlerweile haben wir im Kanton Aargau fast nur noch Integrative Schulen.

Altersdurchmischtes Lernen

AdL – „Vielfalt statt Einfalt“

Hinter dieser Form des Unterrichts steht die Überzeugung, dass Kinder, wie im Leben, ausserhalb der Schule von und miteinander lernen. 

In altersgemischten, mehrklassigen Lerngruppen sind Entwicklungs- und Leistungsunterschiede selbstverständlich. Die ohnehin vorhandene Vielfalt wird nicht vertuscht, sondern als normal betrachtet und genutzt. 

AdL und Lerntheorie

  • Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass heterogene Mischklassen mindestens gleich gute Schülerleistungen ermöglichen.
  • AdL bietet beste Voraussetzungen für den Einsatz individualisierender Unterrichtskonzepte.
  • Heterogenität wirkt lernfördernd. Kinder können Kindern oftmals einen Sachverhalt besser und vor allem mit anderen Worten erklären als Erwachsene. Vergleich und Konkurrenz haben eine geringere Bedeutung.

AdL und soziales Lernen 

  • „Es ist normal, verschieden zu sein.“ In einer AdL-Klasse treffen Kinder aufeinander, die unterschiedlich alt sind, einen unterschiedlichen Lernstand und unterschiedlichste Bedürfnisse in schulischen und sozialen Belangen haben. Das Verschiedensein wird zur Selbstverständlichkeit und der bewusste Umgang miteinander, Toleranz, Achtung und die Verantwortung füreinander gefördert.
  • Die Kinder nehmen im Laufe ihrer Schulzeit unterschiedliche Rollen ein: Die Jüngeren orientieren sich an den Älteren und übernehmen automatisch die bestehenden Rituale, sie lernen von den Älteren. Die älteren Schülerinnen und Schüler werden zu Experten und Lernhelfern und repetieren und verfestigen dabei ihre eigenen Lernfortschritte.
  • Kinder wachsen heute mit weniger Geschwister auf und haben mehr Kontakt zu Erwachsenen. Die Schule muss vermehrt ein Ort sein, wo Kinder den sozialen Umgang miteinander erproben können.
  • Altersdurchmischtes Lernen ist ein Abbild gesellschaftlicher Heterogenität, wie sie in vielfältigen Lebenssituationen (Familie, Spiel, Sport, Musik …) selbstverständlich ist.

SOLE – Soziales Lernen an der Primarschule Niederwil

«Lernen für das (Zusammen-)Leben»

Im Projekt «SOLE an der Primarschule Niederwil» wurde ein gesamtschulisches Konzept zur Förderung der sozialen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler erarbeitet. Das Konzept besteht aus unterschiedlichen Instrumenten und Methoden, welche im «Sozialcurriculum der Primarschule Niederwil» abgebildet und verbindlich erklärt werden.

Diese Elemente des Sozialcurriculums werden verbindlich umgesetzt und fördern die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler auf unterschiedliche Weise.

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